Terrorism has no religion !

19:53

Hallo ihr Lieben!

Der heutige Dienstagspost hat leider ein trauriges, aber auch nachdenkliches Thema:

Terror dieser Welt.

Ich möchte jetzt absichtlich nicht sagen "in Berlin", weil das einfach nicht vollständig ist. Etliche Städte und Länder sind von der Dramatik des Terrors betroffen. Trotzdem ist es natürlich so, dass der aktuelle Anlass mich als Berlinerin nun motiviert mich zu diesem Thema zu äußern. Der Terroranschlag, der vor 24 Stunden Deutschlands Hauptstadt erschüttert hat, ist eine brutale und herzlose Tat. 5 Tage vor Weihnachten auf bestialische Art und Weise so viele Menschen zu töten und zu verletzen, um zu signalisieren, dass man weder die westliche Welt, ihre Religion, noch ihr christliches Weihnachtsfest akzeptiert und toleriert, deutet meiner Meinung nach auf fehlende menschliche Züge und einen sehr beschränkten Horizont. Wenn sich dort überhaupt ein Horizont befindet. Logischerweise können sich über 7.45 Milliarden Menschen diesen Planeten nur friedlich teilen, wenn sie ihre Kulturen gegenseitig akzeptieren. Leider gibt es Gruppierungen, die ihre Religion als die einzig Wahre ansehen und somit Krieg und Unheil in diese Welt bringen. Gott sei Dank handelt es sich hierbei ganz klar um Minderheiten. 

Diese Minderheiten haben nicht die Macht, um die westliche Bevölkerung physisch auszuschalten. Jedoch haben sie einen wahnsinnig großen Einfluss auf unsere Psyche. Terroranschläge führen zu Angst und Vermeidungsverhalten. Angst davor, auf Veranstaltungen oder große Plätze zu gehen, Angst vor U Bahn- oder S Bahnfahrten, Angst vor Ausländern, Angst vor Flüchtlingen... Zu Unrecht. Denn auch bei Flüchtlingen ist es so wie überall: Die "bösen" Flüchtlinge machen nur einen kleinen Teil aller Flüchtlinge aus. Abgesehen davon ist vielen Menschen nicht mehr konkret bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit bei einem Terroranschlag zu sterben unfassbar gering ist. Viel geringer, als der Tod bei alltäglichen Dingen. Vielleicht ist es uns allerdings doch bewusst, aber wir fühlen einfach irrational. Weil wir alltägliche Risiken verdrängen, um sorgenfrei zu leben, aber die Gewalt durch Terrorismus so unberechenbar ist... Vielleicht auch beides.

Die Angst frisst den Verstand. Unsere Angst ist die einzig wahre Waffe der Terroristen. Nicht unser Tod ist das primäre Ziel, sondern die Destabilisierung unserer Gesellschaft. Aus diesem Grund bin ich heute morgen aufgestanden, über die Friedrichstraße (Berlin Mitte) zur Uni gelaufen, am Weihnachtsmarkt Gendarmenmarkt vorbei und habe mein Leben weitergelebt. Natürlich mit traurigen Gedanken an die Verstorbenen und Verletzten, an die sinnlose Gewalt und all die Traurigkeit, die von den Hinterbliebenen empfunden werden muss. Mit Blick auf die WALL AG Tafeln, auf denen die Anteilnahme an diesem schweren Tag verkündet wird. Und natürlich mit einem Stich ins Herz, als ich aus der Bahn den Breitscheidplatz und Tatort gesehen habe. Positiv überrascht hat mich, dass Berlin einen Tag nach dieser Tragödie vital war. Die Menschen waren auf den Straßen unterwegs, die Touristen haben sich nicht einschüchtern lassen und die Weihnachtsmärkte lebten. In meinen Augen ist das die einzig richtige Reaktion. Wir dürfen uns in unserer Freiheit nicht einschränken lassen. Wir müssen unser Leben leben, der Terror darf nicht siegen. Das sind wir nicht nur uns selbst schuldig, sondern auch allen Opfern des Terrorismus. Sie dürfen nicht für den Sieg dieser wahnsinnigen Gruppierungen gestorben sein.



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4 Kommentare

  1. Schöne Worte und die pure Wahrheit! Ich sehe das alles ganz genauso wie du, habe ich ja auch bereits in meinem Post ein wenig angerissen, wenn auch lang nicht so toll wie du! Du hast wirklich tolle Worte gewählt und die Situation auf den Punkt getroffen. Schön zu hören, dass Berlin heute trotzdem ein Stück weit Normalität bewahren konnte, aber vermutlich auch musste..
    Liebe Grüße, Mona <3

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  2. liebe Juli,

    du hast sehr schöne Worte gefunden um deine Gedanken auszudrücken.
    ich musste selber einige Stunden bangen, ob es meiner Familie in Berlin auch gut geht.
    ich blicke nun erstmal auf die Feiertage und freue mich sie und Freunde wohlbehalten in die Arme nehmen zu können.

    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/
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  3. Ich finde es wirklich toll, dass du den Rahmen hier nützt und Stellung zu den furchtbaren Geschehnisse nimmst. Du hast wirklich schöne Worte gefunden.
    Liebste Grüße, Julia | Julysbeautylounge

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  4. Ich wünsche dir und deinen Liebsten trotzdem schöne Feiertage! ❤️

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